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Das Terrarium Meine "Zwerge" leben in einem 150 x 60 x
60 cm Forex-Terrarium.
Die Beleuchtung, die über Zeitschaltuhren gesteuert wird,
besteht jetzt seit einiger Zeit aus zwei T5-Leuchtstoffröhren,
einer 70 W Bright Sun, die für die nötige UV-Bestrahlung
sorgt sowie einem Halogen-Spot-Strahler, der nach Bedarf
zugeschaltet wird. Die Temperaturen liegen zwischen 24 und 45°
C. Die Rückwand wurde aus Styropor, Fliesenkleber und
lösungsmittelfreier Abtönfarbe felsenähnlich gestaltet. Als
Bodengrund benutze ich gelben und roten lehmhaltigen Sand.
Einige Wurzeln und Korkrinden sorgen für Kletter-, Schlaf-
und Sonnenmöglichkeiten. Ein Trink-Badenapf
vervollständigt die Einrichtung. Je nach Jahreszeit stelle
ich kleine Topfpflanzen wie z.B. Callisia repens (besser
bekannt als Golliwoog), Basilikum, Petersilie u. ä.
ins Terrarium. Das sieht nicht nur dekorativ aus, die Tiere
naschen auch gerne mal an den Pflanzen.
Wenn die Temperaturen es zulassen, setze ich die Bartis
regelmäßig auf dem Balkon in eine kaninchendrahtgesicherte
"Sonnenkiste". Die Tiere genießen das natürliche Sonnenlicht
sehr und werden auch viel farbintensiver. Es ist
allerdings darauf zu achten, dass auch immer ein
Schattenplätzchen vorhanden sein muss, damit sich die Tiere
abkühlen können. Eine großzügige Badeschale gehört ebenfalls
zur Ausstattung des "Sonnenstudios".
Erstaunlicherweise baden, schwimmen und tauchen die Bartis
sehr gerne, sofern sie als Babies schon die Möglichkeit
bekommen. |
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Nahrung Jungtiere bekommen von
mir mehrmals täglich einige Insekten und können sich satt
fressen. Außerdem biete ich ihnen Grünfutter an, das von
Tier zu Tier unterschiedlich gut angenommen wird. Bei den
adulten Tieren halte ich
es etwas anders. Sie bekommen jeden Tag Grünfutter und zwei-
bis dreimal pro Woche Insekten. Diese Insekten werden mit Korvimin
etc. bestäubt. Über das Trinkwasser, das ich zum
Teil per Pipette verabreiche, erhalten alle Tiere regelmäßig
ein Vitaminpräparat. Zusätzlich steht den Tieren eine
Trinkschale sowie Sepia zur Verfügung. Alle vier bis sechs
Wochen erhalten die adulten Barti's ein Babymäuschen.
Speisekarte |
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Insekten |
Gemüse/Obst |
Heuschrecken Heimchen Schaben Wachsmottenlarven Mehlwurmlarven Mehlkäfer
Zophobas verfüttere ich nicht, da sie einen sehr
gewöhnungsbedürftigen Geruch verströmen und für Zwergbartagamen meiner
Meinung nach auch zu groß sind. |
Golliwoog Basilikum Petersilie Löwenzahn
Kapuzinerkresse Gänseblümchen Liebstöckel Zitronenmelisse Vogelmiere Tomate Paprika Zucchini Römersalat Eisbergsalat Chicoree Möhre Apfel Birne Weintraube Brombeere Himbeere u. v. m. |
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"Nahrungsergänzung"
Korvimin ZVT + Reptil ReptoCal ReptoLife ReptiSol Multibionta Tropfen Bone Aid
(besonders für Jungtiere) Sepia
(steht immer zur Verfügung)
Diese Präparate werden abwechselnd
verabreicht. |
Winterruhe - Winterschlaf - Winterstarre Zwergbartagamen halten weder Winterschlaf noch fallen sie in
eine Winterstarre; ich nenne es Winterruhe.
Temperaturbedingt ändert sich ihr Stoffwechsel in dieser
Zeit, sie nehmen erst weniger und später gar keine Nahrung
mehr zu sich und ziehen sich schließlich meist in ein
Versteck zurück, um dort die kühlere Jahreszeit zu
verbringen. Es kann jedoch durchaus vorkommen, dass sie
während dieses Zeitraumes aus ihrem Versteck hervor kommen,
um den Schlafplatz zu wechseln oder Wasser aufzunehmen. Aus
diesem Grund steht meinen Tieren auch im Winter immer
frisches Wasser zur Verfügung sowie ein Spot unter dem sie
sich bei Bedarf auch aufwärmen können.
Sobald die Tiere zum Herbst hin, meist von ganz alleine,
immer ruhiger werden und auch nicht mehr so gierig nach
Fressen sind, leite ich langsam die "Winterzeit" ein. Nach
und nach wird über einen Zeitraum von 3 - 4 Wochen die
Beleuchtung und somit auch die Temperatur reduziert.
Nach 8 - 10 Wochen und
Temperaturen zwischen 18 und 20 ° C wird dann allmählich die
Beleuchtung wieder "hochgefahren". Um böse Überraschungen zu
vermeiden, wiege ich meine Tiere auch während der Winterruhe
ein- bis zweimal, um sofort reagieren zu können, falls die
Tiere während dieser Zeit zu stark abnehmen sollten.
Bevor die Tiere in die Winterruhe gehen sorge ich dafür,
dass sie ihren Darm noch einmal richtig entleeren können,
indem ich sie bei 37 - 39 ° C bade. Da ich meine Tiere von
Klein auf an langsam ans Baden gewöhnt habe, erleiden sie
dabei keinen Stress, sondern genießen es sichtlich. Durch
das Entleeren des Darms beuge ich Gase-, Fäulnis- und
Bakterienbildung vor. Ich achte darauf, dass nur gesunde
kräftige Tiere in die Winterruhe gehen, und dass für jedes
eine Unterschlupfmöglichkeit besteht.
Nach der Winterruhe, wenn die Beleuchtung bereits wieder
voll aktiv ist, brauchen die Tiere meist noch ein paar Tage,
um wieder in "Schwung" zu kommen. Um sie dabei zu
unterstützen, werden sie gebadet und jeden Tag ein paar
Minuten mit der
Osram Ultra-Vitalux bestrahlt. Bald fressen sie
wieder gierig, und auch der Paarungstrieb setzt jetzt ein.
Die Ultra-Vitalux kommt auch weiterhin ca. zweimal
wöchentlich für 20 - 30 Minuten zum Einsatz, sofern ein
Sonnenbad auf dem Balkon nicht möglich ist. Das steigert
das Wohlbefinden der Tiere.
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Paarung - Trächtigkeit
Paarungswillige Männchen können sehr stürmische
unnachgiebige "Liebhaber" sein. Aus diesem Grund ist es
ratsam, mindestens zwei Weibchen im Terrarium zu haben.
Entdeckt das Männchen ein Weibchen, verbeißt es sich in
dessen Nacken und vollzieht den Paarungsakt. Die Weibchen
sind in der Lage das Sperma zu speichern und dadurch mehrere
befruchtete Gelege abzulegen. Es kann vorkommen, dass
Weibchen, die sich vor der Winterruhe noch gepaart haben,
nach Beendigung der Winterruhe befruchtete Eier legen.
Die Trächtigkeit dauert zwischen 4 und 7 Wochen. Das
Weibchen nimmt stark an Umfang zu und muss gut mit
Vitaminen, Mineralstoffen, Calcium und abwechslungsreicher
Nahrung versorgt werden. Außerdem sind sie in dieser Zeit
sehr wärmebedürftig. Cleo hat vier Tage vor der ersten
Eiablage das Fressen eingestellt. |
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Eiablage - Inkubation der Eier |
Ein
paar Tage vor der eigentlichen Eiablage fängt das Weibchen
an, eine geeignete Stelle hierfür im Terrarium zu suchen
(Probegrabungen). Mein Weibchen, Cleo, macht das
allerdings nicht. Sie fängt erst einige Stunden vorher an
nach einem günstigen Platz zu suchen; auch stellt sie das
Fressen bis zum Schluss nicht ein. Um dem Weibchen gute Bedingungen zu
bieten, habe ich an einer von einem Spot bestrahlten Stelle
im Terrarium, ein ca. 20 cm hohes Sand-Lehm-Gemisch
aufgeschichtet, das leicht feucht gehalten wurde. Der
einzige Hinweis auf die stattgefundene Eiablage war Cleo's
Aussehen. Sie sah aus, als hätte sie ein viel zu großes
"Kleid" an.
Die Eier wurden vorsichtig und ohne sie zu drehen ausgegraben und in Heimchendosen
gelegt, die knapp bis zur Hälfte mit feuchtem
Vermiculite
befüllt waren. Anschließend wurden die Dosen mit belüfteten
Deckeln verschlossen und in den bereits einige Tage zuvor in
Betrieb genommen und auf 28,5 ° C aufgeheizten Inkubator
gestellt. Bei dieser Temperatur schlüpfte das erste Junge
nach 60 Tagen. |
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Aufzucht der Jungtiere
Da meine Jungtiere keinen
Dottersack mehr aufwiesen, konnten sie nach dem Schlupf und
einer kurzen Verschnaufpause direkt in das vorbereitete
Aufzucht-Terrarium gesetzt werden. Das Terrarium hat die
Maße 60 x 30 x 30 cm (L/B/T), der Bodengrund besteht aus
Haushaltsrolle und Schieferplatten zur Wärmespeicherung, und
die Beleuchtung aus einem Spot-Strahler sowie einer
Energie-Sparlampe mit UV-A und UV-B-Anteil.
Nach drei Tagen fingen die ersten Jungtiere an zu fressen.
Das Futter ist dasselbe wie für erwachsene Tiere, allerdings
viel kleiner. Die Jungtiere bekommen in den ersten Wochen
täglich mehrere kleine Portionen Insekten. Einige nehmen
schon sehr früh Grünfutter an. Wasser habe ich über eine
Pipette angeboten und zusätzlich in einer flachen
Wasserschale. Natürlich bekommen auch die Jungtiere
verschiedene Nahrungsergänzungsmittel (siehe oben).
Um das Wohlbefinden und die Entwicklung der Kleinen zu
fördern, kommen sie jeden zweiten Tag für einige Minuten
(langsam steigern) unter die Osram Ultra-Vitalux, was sie sehr
genießen. |
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Geschlechtsbestimmung
Das Geschlecht einer
Bartagame zu bestimmen ist nicht ganz einfach. Am besten
eignen sich dazu erwachsene oder fast erwachsene Tiere. Man
nimmt das Tier dazu in die eine Hand und biegt ganz
vorsichtig mit der anderen den Schwanz nach oben, um die
Schwanzwurzel über der Kloake, also in Richtung
Schwanzspitze, ansehen zu können.
Befindet sich in der Mitte der Schwanzwurzel eine Vertiefung
sowie jeweils links und rechts davon eine längs verlaufende
Erhebungen, kann man ziemlich sicher sein, ein Männchen vor
sich zu haben. Sieht man in der Mitte eine trapezförmige
Wölbung, weist dies unter Umständen auf ein Weibchen hin,
jedoch auch noch nicht voll entwickelte Männchen können
dieses Merkmal aufweisen (Bilder folgen). |
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